Ratzeburg

Als allererstes muss ein großer Dank an die Landcrew ausgesprochen werden. Ohne diese wären die Sauberdrachen nicht so glimpflich davon gekommen. Was genau passiert ist? Lest einfach weiter...

Zunächst trafen alle Sauberdrachen, die zur Regatta gemeldet waren, mit recht kleinen und müden Augen gegen 9 Uhr in Ratzeburg am Küchensee ein. Schnell wurde das Teamzelt in bester Lage mit Seeblick aufgebaut und heimisch eingerichtet. Gleich nach dem Teamkapitänsmeeting machte sich Anke auf Männerfang. Natürlich nur im Interesse des Teams. Uns fehlten zwei Paddler für die volle Bootsbesetzung von 16 Paddlerinnen und Paddlern. Der Männerfang gelang bestens, so dass wir zu jedem unserer 3 Läufe Unterstützung erhielten. Unsere Gäste von den Dragon Busters, Wakenitz Drachen und den He Dragons gaben ihr Bestes und waren eine echte Bereicherung für das Team. Durch die Teilnahme von Hans-Jürgen konnten wir unter beeindruckenden Dudelsackklängen, die das gesamte Teilnehmerfeld aufhorchen ließen, in den Startbereich einlaufen.

Gleich im ersten Rennen konnten sich die Sauberdrachen im „Mülltonnencup" profilieren und gewannen haushoch gegen die Abfallwirtschaft Südholstein und die Buhck Gruppe mit über 10 Sekunden Vorsprung. Vor lauter Aufregung vergaß Fredi ihre Popounterlage im Boot. Dieses erstmalige Ereignis hatte einen guten Ausgang. Die fleißigen Helfer am Rande der Strecke konnten ihn retten und ihr wieder geben.

Die lange Pause bis zum zweiten Rennen nutzen die Sauberdrachen bei anfangs gutem Paddelwetter, um sich mit ihren mitgebrachten Speisen zu stärken. Die Sonne strahlte wie im Hochsommer. Nur der Wind hatte etwas dagegen, dass wir uns entspannt in die Sonne legen konnten. Dies gelang nur mit Pullover. Eine andere Möglichkeit nutzen Lea, Viejän und Lena. Sie halfen bei den „wilden Glucken" aus und trieben deren Frauenteam mit ihrer blitzsauberen Technik voran. Der Hahn im Korb der wilden Glucken war Hans-Jürgen. Er ließ es sich nicht nehmen, den ausgefallenen Trommler der „wilden Glucken" zu ersetzen und sich mit ins reine Frauenboot zu setzen.

Im ersten Lauf hatten wir die fünftschnellste Zeit unter den angetretenen 19 Teams in der Mixedklasse. Im zweiten Lauf konnten wir unsere Zeit um noch eine weitere Sekunde verbessern. Dies bedeutete, dass wir unseren 5. Platz nach den Vorläufen gefestigt hatten. Somit stellten wir uns auf die Teilnahme im Finallauf der sechs schnellsten Teams um 17:20 Uhr ein.

Als Anke gegen 16 Uhr aufgeregt das Team zusammentrommelte, hatte die Rennleitung gerade entschieden das Rennen um 1 Stunde vorzuverlegen und hatte dies nur am Aushang kundgetan. Eine Durchsage kam nicht bis zu uns durch. Dennoch konnten wir schnell unser Team zusammenstellen. Die üblichen 2 „Leihpaddler" plus einen Ersatz für Andreas, der so schnell nicht auffindbar war. Jetzt musste Sandra ins Boot Sie hatte bisher nur einmal beim Training im Boot gesessen uns sollte jetzt „mal eben" das Finale mitfahren.

Als wir zum Start eilten, schauten wir sorgenvoll auf das Wetter. Die Sonne verschwand und eine dunkle Regenwand steuerte auf uns zu. Die Rennleitung entschied sich dennoch das Finale durchzuführen. Nachdem wir auf halber Strecke zum Start waren, kam bei einigen von uns die Erinnerung von unserer Elbetour kurz vor Wittenberge zurück. Hohe Wellen, die unser Boot ordentlich zum Schaukeln brachten und ziemlich viel Wasser ins Boot trieben. Selbst unser erfahrener Feudel hatte dem nichts entgegenzusetzen. Mit jedem Schlag wurden die Wellen höher und unserem Steuermann wurde es unmöglich das Boot noch sicher zu steuern. Natürlich setze zudem noch ein kräftiger Schauer ein, der uns dann den Rest gab. Sturm, Wellen und Regen. Der Wahnsinn! Mit Müh und Not konnten wir uns Richtung Ufer retten. Dies befand sich jedoch viele hundert Meter vom Veranstaltungsort der Regatta entfernt. Fünf von sechs Drachenbootteams strandeten mit uns am Ufer. Lediglich ein Team konnte sich noch schnell genug in den Startbereich retten.

Blitz und Donner blieben uns zum Glück erspart. Der eiskalte Regen veranlasste einige Paddler, in den (gefühlt) wärmeren See zu springen und sich aufzuwärmen. Nass waren sowieso alle bis auf die Knochen. Andere wiederum zogen ihre Schuhe aus und schöpften das Wasser aus dem Boot. Eine Mischung aus Ärger, Euphorie und Resignation machte sich breit. Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte der Wettergott Erbarmen und ließ das Unwetter weiterziehen. Schnell stiegen die „Badegäste" wieder ins Boot und alle fuhren total entkräftet und durchgefroren zur Wechselzone. An die Durchführung eines fairen Finales war nun nicht mehr zu denken.

Als wir auf dem Weg zu unserem Teamzelt waren, zeigte sich ein Bild der Zerstörung. Überall lagen Äste, zerstörte Zelte und durchnässte Klamotten. Mit den größten Befürchtungen eilten wir an unser Seegrundstück. Was wir da sahen, ließ uns erleichtert aufatmen. Andreas, Jürgen, Sigrid, Anne, Maik, Pascale und Myriam haben allesmögliche getan um unsere Sachen und unser Zelt nicht dem Unwetter zu opfern. DANKE!!!

Nachdem wir uns Alle trockene Klamotten angezogen hatten, beeilten wir uns mit dem Abbau unseres Basislagers. Das Wetter hatte sich wieder komplett gedreht und verwöhnte uns mit Sonnenschein und einem spiegelglatten See. Da es jedoch viele Teams schlimm getroffen hat und wir auch nicht bereit waren nochmal an den Start zu gehen, entschied sich die Rennleitung das Finale im Mixed zu streichen und stattdessen die addierten zeitlichen Ergebnisse der beiden Vorläufe für die Platzierung heranzuziehen. Für uns ergab das den fünften Platz. Mit diesem Erfolg, der im Finale möglicherweise noch besser ausgefallen wäre, holten sich die Sauberdrachen ihre Urkunde und einen Sachpreis (Gutscheine für ein Erlebnisbad) ab. Als ob das zuvor geschehene nicht bereits als „Badengehen mit viel Erlebnis" gereicht hätte.

Auch diese Regatta wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Drachenboot fahren ist eben ein Wassersport. Egal aus welcher Richtung das Wasser kommt.

AP

Team 2018

Für diese Saison können wir noch gut einige zusätzliche Zylinder in unserem Motorraum gebrauchen. Also liebe Kollegen und Kolleginnen, Freunde, Verwandte oder wer sonst noch Lust hätte, das Drachenboot als Sport zu entdecken: Meldet euch gerne bei uns.

Erfolge 2018

29. Hafencup : 4. Platz Firmen- und Funteams

Hamburgiade 2018 : 1. Platz Langstrecke 1000m

Termine 2018

19. IseCup Hamburg 200 m

Sa, 22.9.2018, 9:30 Uhr
Bootshaus der WSAP Hamburg
Isekai 12 

Training : 

Donnerstags um 17:00 Uhr
Wo ? Beim Hanseat.

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